Auf Grund intensiver Zusammenarbeit mit der Kundendienstschule der Fiat Automobil AG Heilbronn entwickelten wir im Jahre 1999 einen Diagnosekoffer für Common-Rail-Einspritzsysteme.
Durch die positiven Entwicklungen an diesem System, welches mittlerweile von allen führenden Kfz-Herstellern verwendet wird, haben wir diese Entwicklung auf andere Fahrzeugtypen bzw. -hersteller ausgeweitet, so dass es uns mittlerweile möglich ist, für alle sich auf dem Markt befindlichen Fahrzeuge entsprechende Diagnosesysteme anzubieten.

Common-Rail-Injektoren erreichen ihre Wirkung, die optimale Zerstäubung, durch hohen Druck (bis 2100 bar) und feinste Einspritzöffnungen. Diese Bedingungen kann nur ein einwandfrei funktionierender Injektor in allen Temperatur- und Drehzahlbereichen des Motors erfüllen.
Geringste Abweichungen von den Soll-Werten (z.B. interne Undichtigkeiten der Injektoren) verändern das Einspritzverhalten und führen so zu Fehlfunktionen, wie Start- oder Rundlaufschwierigkeiten, mit der Folge von Leistungsminderung, erhöhtem Kraftstoffverbrauch oder erhöhtem Schadstoffausstoss, so dass es somit zu einer Erhöhung der Umweltbelastung kommt.
Die aus dem Steuergerät abrufbaren Werte geben lediglich Anhaltspunkte über die Fehlfunktion des Einspritzsystems.
Nur eine Kombination aus Motortester und präziser, oft länger andauernder Messung der Injektor-Rücklaufmenge im Kreislaufverfahren, kann fundierte Aussagen über die möglichen Fehler im System liefern.
In Kenntnis dieser technischen Gegebenheiten, haben wir unser System so entwickelt, dass es in den Kreislauf des Rücklaufsystems dicht eingebunden ist. Das von uns patentierte Prüfgerät zur Funktionsprüfung von Common-Rail Hochdruck-Injektoren im Kreislaufverfahren ermittelt sowohl die absolute- als auch die relative Rücklaufmenge und gestattet zusätzlich Langzeitmessungen bei verschiedenen Drehzahlen und Motortemperaturen. Somit können auch diverse Veränderungsmaßnahmen gezielt überwacht werden. Da der Prüfzustand keine Veränderung des originalen Motorzustandes darstellt, wird die Diagnosen nicht verfälscht.
Um eine störungsfreie Funktion im Hochdrucksystem zu erreichen, bzw. Störungen finden zu können, muss die Prüfung des Niederdruckkreislaufes durchgeführt werden. Die Drücke im Vorlauf und im Rücklauf müssen in den verschiedenen Systemen den Herstellerangaben entsprechen. Diese können statisch und dynamisch gemessen und dann ausgewertet werden.
Diese Prüfungen geben wertvolle Aufschlüsse über den Zustand des Systems bzw. können bei Störungen Hinweise zur Diagnose des Systems liefern.

Eine mögliche Fehlerquelle beim Common-Rail-Einspritzsystem kann ein defekter Hochdruck-Injektor sein. Diese Fehlerquelle lässt sich einfach herausfinden, indem man die Rücklaufmenge der einzelnen Zylinder untereinander vergleicht. Hierzu muss man bei jedem Injektor mittels Prüfröhrchen die Rücklaufmenge anhand einer Skala überprüfen.
Dazu entfernt man die Anschlüsse der Rücklaufleitungen von den Injektoren und ersetzt diese durch die Plexiglas-Skalen-Röhrchen mit Original-Steck-Anschlüssen. Auf diese Weise erkennt man wie die Rücklaufmenge (Lecköl) in allen Skalenröhrchen ansteigt. Bei stark unterschiedlichen Rücklaufmengen ist ein Defekt des Injektors wahrscheinlich.

Weitere Details finden Sie in den anderen Rubriken zu Common-Rail.